Kommen und gehen - wie Freundschaften unser Leben verändern


Diese eine Freundin, dieser eine Freund...wer kennt diese Person nicht.
Diese eine Person, von der du geglaubt hast, sie würde dich dein ganzes Leben begleiten.
Diese Person, mit der du Dinge geteilt hast, die du mit niemandem sonst teiltest.
Du nanntest diese Person bester Freund - beste Freundin. Vielleicht war dir die Person sogar näher als deine eigene Familie.


Und dann passierte es - das Leben.
Ihr habt euch außeinander gelebt. Seid auseinander gezogen, habt andere Schulen besucht oder extreme Veränderungen im Leben haben ein "Zusammen weiter gehen" nicht mehr möglich gemacht.

Jahre später sitzt du nun da, entdeckst Fotos, Briefe, irgendetwas erinnert dich an diese Person, der du mal soviel Lebenszeit geschenkt hast.Vor einem halben Jahr bin ich umgezogen und durfte beim Entrümpeln meiner Kisten viele dieser bedeutsamen Bilder wieder finden.

Freundschaften und Beziehungen, die für mich Alltag waren, die für mich Alles waren.
Bilder des ersten Freundes, der ersten großen Liebe.

Tagebucheinträge und Cds mit lauter Erinnerungen, an Beziehungen die es teilweise nicht mehr gibt.
Der Mensch, der dir soviel bedeutet hat, ohne den du dir damals ein Leben nicht vorstellen konntest - Wie lange existiert er denn nun schon eigentlich nicht mehr in deinem Leben?


Manchmal hat es weh getan sich von so einer Person zu trennen. Manchmal hat es sich scheinbar einfach verlaufen und es gab nie einen Streit.
Und nun schaust du dir die Bilder an und fragst dich, wo das alles hin ist.

Ihr hattet euch doch geschworen euch würde niemals etwas trennen, ihr wart euch so vertraut, wie konnte es zerbrechen?

Die Wahrheit ist, wir verändern uns. Andauernd.
Es gibt diesen Spruch, dass sich der Mensch alle 7 Jahre komplett wandelt. Nicht nur der Körper sondern auch die Persönlichkeit. Und mit fortgeschrittenem Alter, nimmt die Offenheit für Neues ab.

Ich kann mit meinen Anfang Zwanzig noch nicht soviel dazu sagen, aber dass ich nicht mehr bin wie 7 oder 14, geschweige denn wie 21, das ist mir klar.

Und das Beruhigende daran: Das ist auch gut so!




Denn Veränderungen, so weh sie manchmal tun mögen, geben uns auch immer wieder eine Möglichkeit für einen Neuanfang, für einen Schritt weiter - Denn man geht nie zurück.

Die Essenz des Menschen, das was ihn wirklich ausmacht, das bleibt meiner Meinung nach das ganze Leben.
Du kannst dich nicht zur Frohnatur entwickeln, wenn du nie eine warst.
Allerdings können sich Verhalten und gewisse Einstellungen verändern und dazu tragen letztlich auch die Menschen bei, mit denen wir unser Leben verbringen.





Der Umgang mit positiven Menschen, macht unser Leben gleich viel positiver, während Dauernörgler uns runterziehen.

Nicht, dass jeder mal einen schlechten Tag hat und auch mal wieder aufgebaut werden muss... aber es gibt sie, die Wanzen, die Energieaussauger, die nur eins wollen - sich in den Vordergrund spielen mit ihren Problemen & die Vorzüge deiner Bekanntschaft nutzen.

Wenn man eins von diesen Leuten lernen kann, dann das man sie vermeiden sollte.











Mit wievielen Menschen in deiner Facebook- Freundesliste bist du wirklich befreundet?
Mit wievielen kannst du vertraut reden, überhaupt reden?











Ich denke ich bin nicht die einzige, die schon viele Freunde kommen und gehen sehen hat und dennoch bin ich für diese intensiven (manchmal kurzen) Zeiten mit diesen Menschen dankbar.
Sie haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin.


Manchmal sind Freundschaften, Beziehungen oder Kontakte nur für eine kurze Zeit vorbestimmt, sollen uns aber weiter bringen.


Ein Bekannter hat mir vor einigen Tagen einen wunderschönen Film gezeigt.
In dem Film geht es darum, dass wir auf einer Zugreise immer wieder Menschen begegnen, die unterschiedlich lang mit uns auf Reise gehen.

Im Endeffekt, muss jeder seine Reise alleine machen, aber es wird immer jemand da sein und ihn begleiten.

Ich finde, wir sollten öfters in Dankbarkeit zurückschauen & nicht in Reue oder Wehmut.


Wir haben immer alles was wir brauchen. Was wir nicht haben, das brauchen wir nicht.
Und so ist es auch mit den Bekanntschaften, die wir im Leben machen.
Manche bedeuten viel, für eine kurze oder lange Zeit, manche vergehen.
Aber keine dieser Begegnungen hat keinen Einfluss auf uns.
Deswegen sollte man sich gut aussuchen, mit wem man seine Zeit verbringt, welche Freunde und Kontakte man pflegen möchte.
Und die Menschen, die in deinem Leben einen Platz haben sollen, die kommen von ganz alleine und bleiben da auch.





Oberflächiges raubt nur die Zeit für die wirklichen, realen und schönen Verbindungen.


Was ich mit den Bildern gemacht habe?
Verbrannt natürlich!

Nein Quatsch, sie haben einen Platz in einer besonderen Schachtel bekommen, sowie einen besonderen Platz in meinem Herzen, denn ich bin jeder Begegnung dankbar für alles was sie mir beigebracht haben, für die Zeiten, in denen sie mir alles bedeutet haben und mit mir das Leben genossen haben.

Es ist auch nicht schlimm, dass Freundschaften/ Beziehungen zerbrechen. Manchmal findet man sich Jahre später wieder und macht so weiter, als wäre nichts passiert gewesen, als wäre keine Zeit vergangen.
Klebt nicht an Worten und Dingen fest, die euch aufhalten Neues zu entdecken - manchmal ist im Leben Veränderung angesagt!
Aber  seid euch bewusst, dass alles zu dem großen Ganzen dazu gehört - Das die Erfahrung, die ihr gemacht habt euch immer weiterbringt - möge sie zunächst auch noch so schmerzhaft gewesen sein.



Danke an alle, die bis hier hin ein Stück mit mir mitgegangen sind oder noch gehen.
Danke von Herzen

Eure Maribelle








Kommentare

  1. Wunderschön geschrieben :) Ich musste wirklich an diese ehemaligen Freunde denken & auch wenn manche Bekanntschaften schon Jahre zurück liegen, fragt man sich doch dann und wann, wie das Leben wäre, wenn sie immer noch ein Teil von einem wären. Aber du hast Recht. Man muss loslassen und die guten Erinnerungen einfach im Herzen bewahren.

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