Wo wir unser Herz verloren haben, da finden wir es auch wieder

Dieser Post ist eine Liebeserklärung.
Eine Liebeserklärung an ein Land, eine Einstellung, eine Kultur, wie ich sie nun schon mehrfach kennenlernen durfte und vor allem lieben lernen durfte.

Sardinien.

Um es direkt vorweg zu nehmen: Sardinien ist nicht Italien! Auch wenn es politisch gesehen dazu gehört - auf dieser Insel herrschen ganz andere Regeln und Gepflogenheiten.

Ich bin als kleines Kind fast jedes Jahr mit meinen Eltern nach Italien gefahren.
Wenn man die Alpen sah wusste man, es dauert nicht mehr lange und man wacht in einem Zelt neben irgendeinem Gewässer auf (Gardasee oder eben das Mittelmeer).

Meistens donnerte und stürmte es nachts - Zumindest habe ich das noch so in Erinnerung - ,doch am nächsten Tag schien die Sonne und alles war wieder trocken. Nur die Haken, mit denen man versucht hatte das Zelt zu befestigen, mussten erst im Umkreis von mehreren Quadratmetern gesucht werden.

Wir haben nie Hotelurlaub gemacht und das hat mich auch total geprägt. Letztes Jahr habe ich das einmal versucht - all inclusive, Mallorca. Nie wieder !

Seit der letzten Reise weiß ich auch ganz genau, warum mir das nicht gefallen hat.

Ich brauche das Abenteuer.
Ich brauche den Wind, die Unabhängigkeit und die raue Natur.

All das habe ich schon so oft in Sardinien gefunden... Aber fangen wir doch da an, wo man normalerweise anfängt.
Am Anfang.


Am Anfang war da die Idee mit meiner Freundin Laura irgendwohin zu fliegen. Wir suchten uns drei Inseln aus und entschieden uns am Ende für den Flug, der am kürzesten war.

Wir haben im Norden Sardiniens während des blühenden Frühlings unglaublich viel erlebt.
Es war schon Mitte Mai. Und während es in Deutschland ununterbrochen regnete, schien die Sonne in Sardinien so unecht schön jeden Tag vom Himmel auf uns hernieder, als wolle sie uns beschwichtigen, unsere nasse Haut wieder warm kitzeln.

Während wir mit unserem Mietauto durch Berge fuhren, an den Küsten entlang die schönsten Sonnenuntergänge beobachten durften und ein Naturwunder neben dem anderen nur ein Augenzwinkern entfernt darauf wartete entdeckt zu werden.





Ich hatte damals noch keinen Führerschein und konnte die ganze Zeit aus dem Auto schauen, während Laura uns zu unserem Appartement kutschierte.

Wir hatten eine aufregende, lustige und tiefsinnige, sowie schöne Woche.
Wir haben Menschen kennengelernt, die unsere Freunde wurden und vor allem ein Land kennengelernt, das man nie wieder vergisst.


Schnell war für mich klar, dass ich wieder nach Sardinien muss. Lange hielt ich es nicht aus und so flog ich im August (ferragosto) nochmal in den Süden Sardiniens, in die Hauptstadt!

Auch diese Woche voller Eindrücke hat ihre Spuren in meinem Leben hinterlassen.


Dieses Jahr, fast drei Jahre später, habe ich es erneut geschafft, meine Lieblingsinsel wieder zu besuchen.



Und ich kann sie nur weiter empfehlen. Am liebsten würde ich auswandern !!!


  • Traumhafte Strände - weiße ellenlange Sandstrände, glasklares sauberes Wasser, noch wenige Touristen, weil Sardinien noch nicht so bekannt ist (aber im August machen alle Italiener dort auch Urlaub, deswegen wird's dann schon etwas voller sein ;)
  • Atemberaubende Berglandschaften
  • Super leckeres Essen, inklusive tollem Wein !
  • Hilfsbereite, super freundliche Menschen
  • Agriturismo ! Das ist die Möglichkeit bei Agrarbauern, die noch zusätzliche Gasthäuser haben zu wohnen. Dort kann man günstig übernachten (30 € die Nacht) und kann für einen Aufpreis von ca. 20 € am Abendessen teilnehmen, das SEHR ausgiebig ist. Extrawünsche ( z.B. kein Fleisch/kein Käse) werden angenommen. Für jeden, der die nationale Küche ausprobieren möchte, zu empfehlen. 4 Gänge und Getränke inklusive ! Die Sarden essen übrigens alle sehr gerne seeehr spät, was die deutschen Gewohnheiten vielleicht erstmal überfordert. Ich kann http://agriturismosaruscitta.com/ sehr empfehlen. Wir haben uns wie im Paradies gefühlt
  • Wenig Werbung - die Häuser sind nicht mit Werbeplakaten tapeziert so wie in anderen Orten dieser Welt. Dadurch, dass man nicht die ganze Zeit zum Kaufen animiert wird, fühlt man sich unglaublich entspannt. . .
  • Circa 2 Stunden Flug von Hahn und du bist im Paradies. Palmen, Blumen und Flamingoherden, die du schon aus der Luft siehst, wenn du in Cagliari einfliegst (Flughafen sehr nah am Zentrum)
  • Bunte Häuser, enge Gassen, bepflanzte Gassen .... in jedem Ort gibt es etwas zu sehen. Vor allem für Cagliari oder Alghero sollte man sich mindestens 2 Tage Zeit lassen.
  • Sehr naturverbundenes Völkchen (vor allem viele Schafliebhaber) - die Einfachheit der Lebensweise der Sarden bringt einem viel über das eigene Leben und die eigenen Bedürfnisse bei.
  • Die besten Reisezeiten sind Juni/September und Anfang Oktober. Im August steigen die Preise ins Unermessliche und die Insel ist gut besucht von Festland-Italienern.


Ich habe mein Herz definitiv an diese wundervolle Insel verloren und ich bin mir sicher, ihr werdet es auch, wenn ihr einmal dort gewesen seid.

Und es ist wie nach Hause kommen für mich ... denn die Leute sind so unglaublich herzlich und gastfreundlich.

Wart ihr schon dort und habt ähnliche/andere Erfahrungen gemacht?

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